Geniale Conversion Rate Steigerungen mit dem Mere-Exposure-Effekt

conversion-neuromarketingNatürlich – die Farbe des CTA-Buttons oder unterschiedliche Bilder können die Conversion Rate positiv beeinflussen. Aber für richtig hohe Steigerungen greifen Conversion-Profis auf die psychologischen Grundlagen der menschlichen Entscheidungsfindung und Neuromarketing zu. Ein ebenso mächtiges Werkzeug ist der Mere-Exposure-Effekt.

Was ist der Mere-Exposure-Effekt?

Der Mere-Exposure-Effekt beschreibt den Effekt des bloßen Kontakts. Entdecker dieses Effektes ist Robert Zajonc. Die Kernaussage lautet: die Einstellung zu Menschen, Dingen und Situationen kann durch den mehrfachen Kontakt mit ihnen positiv beeinflusst werden. Die Wahrnehmung eines Menschen wird also allein durch Familiarität verändert. Das menschliche Gehirn bewertet einen Reiz, der früher schon verarbeite wurde, positiver. Denn diese Bekanntheit führt zu einer vereinfachten Verarbeitung des Reizes. Diese vereinfachte Reizverarbeitung führt zu einer positiven Akzeptanz beim Menschen.

Ein einfaches Beispiel: Ein Mensch wird uns alleine aufgrund vorhandener Vertrautheit attraktiver und sympathischer.

Ähnlichkeit mit bekannten Websites und Portalen

Selbstverständlich bedeutet das nicht, andere Websites nachzubauen. Die eigene Markenidentität muss individuell und einzigartig sein. Trotzdem sollte man sich an bekannten und erfolgreichen Webseiten orientieren.

Denn die Menschen in unserer Gesellschaftsind größtenteils sozial so programmiert, der Norm zu entsprechen. Durch die Normalität und Vertrautheit wird Akzeptanz erlangt.

Dieses gesellschaftliche Phänomen überträgt sich teilweise auch in die digitale Welt. Wenn beispielweise ein Online-Shop ganz anders aussieht und anders funktioniert als die den Konsumenten bisher bekannten und vertrauten Portale, wird die Conversion Rate (zumindest am Anfang) deutlich schlechter sein. Das menschliche Gehirn sucht nach dem Bekannten, um Entscheidungen schnell und einfach zu treffen.

Insbesondere wichtige Elemente und Features wie die Onpage-Suche, der Login-Button, der Warenkorb oder die Kontaktmöglichkeiten sollten sich an den Standards orientieren. So würde kein User die Suchen-Funktion im Footer, also dem unteren Bereich der Webseite, erwarten.

Wiederholen der USPs

Das Wiederholen der eigenen Unique Selling Propositions an die eigene Zielgruppe hat ebenfalls positive Effekte auf die Abschlussrate. Die USPs müssen sich in das Gedächtnis der potentiellen Kunden einbrennen. Je öfter die USPs kommuniziert werden, desto vertrauter und entsprechend attraktiver wirken sie auf die Zielgruppe. Deswegen die Unique Selling Propositions so oft wie möglich nennen: auf Landing Pages, im Bestellprozess, in Werbemitteln usw. Selbstverständlich müssen die USPs den Usern wirkliche Vorteile bieten – ansonsten bringt auch der Mere-Exposure-Effekt nichts.

Im klassischen Marketing wird dieser Effekt schon länger angewandt – beispielweise wird durch kurze, mehrmalige Wiederholungen einer Werbung bei den Konsumenten mittelfristig ein positives Empfinden und gesteigerte Wahrnehmung geschaffen. Dies geschieht sowohl bewusst als auch unbewusst. Die Ursache des Mere-Exposure-Effektes ist die Darbietungshäufigkeit und deren Wirkung auf die erhöhte Akzeptanz eines Reizes. Und dieser Effekt lässt sich im E-Commerce auch sehr effektiv einsetzen!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*