YouTube Marketing – Werbung, Anzeigen und Formate

YouTube hat in Deutschland eine enorme Reichweite und ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Die Videoplattform gehört hierzulande zu den 10 meist besuchten Websites – genauer gesagt Platz 3 nach Google und facebook. Die Millionen von Usern und Page Impressions machen YouTube zur einer sehr attraktiven Werbeplattform und das bei deutlich günstigeren Preisen als z.B. in Google AdWords!
Die Möglichkeiten für Werbung auf YouTube sind mit verschiedenen Placements und Anzeigenformaten sehr vielfältig: TrueView-Videoformate, Banner, Textanzeigen und zahlreiche Sonder-Formate. Hier ein Überblick der wichtigsten Placements.

YouTube Videoanzeigen

Bei den True View Videoanzeigen entstehen Kosten nur dann, wenn die Videoanzeige abgespielt oder angeklickt wurden (nach dem Cost per View oder Pay per Click).

TrueView In-Stream-Anzeigen

Die TruView Anzeigen basieren auf dem PPC-Modell und erscheinen als Pre-Roll-, Mid-Roll- oder Post-Roll-Anzeigen in Videos. Dadurch werden sie auch für kleinere Marketingbudgets interessant. Aus User-Sicht ist das Besondere an diesen Anzeigen: sie können per Klick nach 5 Sekunden übersprungen werden. Vorteil für die Werbetreibenden: sie zahlen nur dann, wenn die User die Videowerbung länger als 30 Sekunden (bzw. bis zum Ende bei kürzeren Videos) ansehen. Wenn man das Branding geschickt in den ersten 5 Sekunden einbaut, kann man so auch kostenlose Impressions zur Markenbildung mitnehmen! Der Advertiser hat zudem die Möglichkeit einen Companion Banner kostenlos mit zu buchen.

TrueView In-Slate-Anzeigen

Bei Videos mit einer Länge über 10 Minuten kommen die In-Slate-Anzeigen zum Einsatz. So wird vor dem Start des Videos der Nutzer vor die Wahl gestellt, eine von bis zu drei Video-Ads anzusehen oder während der Spielzeit regelmäßig Werbeunterbrechungen eingeblendet zu bekommen. Auch hier entstehen dem Werbetreibenden nur dann Kosten, wenn die User sich die Videoanzeigen komplett angesehen haben.

TrueView In-Search-Anzeigen

Diese Anzeigen werden in Abhängigkeit vom Suchbegriff des Nutzer ausgespielt und erscheinen als gesponserte Videos oberhalb der Videosuchergebnisse auf YouTube. Durch diese große Sichtbarkeit haben die TrueView In-Search Anzeigen sehr gute Klickraten bei großer Relevanz. Das Einbuchen findet über AdWords statt, abgerechnet wird auf Basis der CPV (Cost per View). Die Anzeige besteht aus einer Überschrift, zwei Textzeilen sowie der URL für das Zielvideo.

TrueView In-Display-Anzeigen

Die In-Display-Anzeigen erscheinen auf YouTube neben den anderen Videos auf der rechten Seite oder auf Tausenden Partner-Websites im Google Display-Netzwerk. Das Targeting passiert durch das Festlegen von Keywords oder Kategorien. Die Anzeigenformate sind je nach Publisher-Seite unterschiedlich. Kosten wurden nur dann generiert, wenn die Nutzer auf die Anzeigen klicken oder das Video abspielen. Der Advertiser hat zudem die Möglichkeit einen Companion Banner kostenlos mit zu buchen.

Companion Banner

Bei den TrueView Videoanzeigen kann zusätzlich ein kostenlos Banner (Grafik, Flash oder Rich-Media) in den Maßen 300 x 60 Pixel bei In-Stream Anzeigen bzw. 300 x 250 Pixel bei In-Display eingebucht werden, das rechts neben dem Video angezeigt wird. Ein Klick auf das Werbemittel führt auf die Zielseite des Advertisers. Die Einbuchung des YouTube Companion Banners ist nur dann möglich, wenn Video-Lieferant diese Anzeigenbanner auch zulässt. Sollte der Advertiser selber keinen Banner dazu buchen, erscheinen keine fremden Anzeigen.

Textanzeigen

Neben Video-Ads können in YouTube-Videos auch AdWords Textanzeigen geschaltet werden. Hierzu wird im AdWords Konto das Google Display Netwerk (GDN) ausgewählt und als Placement YouTube festgelegt. Die Anzeigen erscheinen dann als Overlays in den Videos. Gesteuert wird die Auslieferung über festgelegte Keywords, so werden die Ads nur auf themenrelevanten Videos angezeigt.

Sonderformate: YouTube Startseiten-Roadblock und YouTube First Watch

YouTube Startseite: Über das Google Display Netzwerk besteht die Möglichkeit, große Werbebanner, genannt „Masthead“, auf der YouTube Startseite zu buchen. Die Maße des Banner sind standardmäßig 970 x 250 (bzw. 970 x 500 als Expandable per Mausklick). Zieleseiten können externe Landing Pages, ein YouTube Channel oder Wiedergabelisten sein. Der Startseiten-Roadblock erscheint auf der YouTube Startseite 24 Stunden lang – eine andere Werbung wird nicht ausgespielt. Die Reichweite ist dementsprechend natürlich enorm – es werden bis zu 5 Millionen Besucher erreicht! Auch die Klickraten (CTR) und Interaktionsraten sind sehr hoch – das spiegelt sich selbstverständlich in den Kosten wieder, die sich im sechsstelligen Bereich befinden.

YouTube First Watch: Bei dieser Werbemöglichkeit erscheint die Videoanzeige einen Tag lang als erste in den YouTube-Videos für den Großteil der Nutzer (ca. 85 % bis 90 %). Die Reichweite beträgt etwa 3,6 Millionen Impressionen täglich bei knapp 2,2 Millionen Nutzern in Deutschland. Laut YouTube werden dabei bis zu 250.000 Klicks erreicht – an einem einzigen Tag!

Fazit:

Die VideoplattformYouTube ist in erster Linie ein Social Network – dementsprechend könnte man davon ausgehen, dass die Werbung nicht effektiv ist. Als abverkaufsorientierten Performance-Kanal sollte man YouTube Advertising daher nicht sehen. Aber Werbung auf YouTube ist hervorragend als ein Instrument zur Erhöhung der Reichweite, des Traffics, der Markenbekanntheit und für Branding geeignet – ähnlich wie TV-Werbung. Auch die Textanzeigen, eingebucht über AdWords, funktionieren ganz anders als im SEA-Bereich und müssen daher unterschiedlich aufgebaut sein und auch andere Ziele verfolgen. Bis auf die Sonderformate YouTube Roadblock und First Watch ist YouTube Werbung auch für kleinere und mittlere Marketingbudgets sehr interessant – also eine wirklich attraktive Marketing-Maßnahme auch für kleinere Unternehmen!

2 Kommentare

  1. Der Artikel bietet eine tolle Übersicht. Lediglich ein Satz im Fazit macht mich stutzig: „Die VideoplattformYouTube ist in erster Linie ein Social Network – dementsprechend könnte man davon ausgehen, dass die Werbung nicht effektiv ist.“ Ist Youtube ein reines Social Network? Ist es nicht eine Mischung aus Video on Demand, Fernsehsender und Social Network? Vielleicht auch Haarspalterei von mir aber ich sehe Yooutube nicht als reines Social Network, weil die Interaktion zwischen den Nutzern nicht so einen hohen Stellenwert hat wie bei Facebook oder G+ und Twitter.
    Auch die Aussage mit abverkaufsorientierten Kanal – ich denke da steht Youtube dem Fernsehen nicht nach. Da sollte dann schon eine Begründung kommen, warum Youtube nicht für den Verkauf fördernden Videos geeignet ist.

  2. Der Artikel bietet eine tolle Übersicht. Lediglich ein Satz im Fazit macht mich stutzig: „Die VideoplattformYouTube ist in erster Linie ein Social Network – dementsprechend könnte man davon ausgehen, dass die Werbung nicht effektiv ist.“ Ist Youtube ein reines Social Network? Ist es nicht eine Mischung aus Video on Demand, Fernsehsender und Social Network? Vielleicht auch Haarspalterei von mir aber ich sehe Yooutube nicht als reines Social Network, weil die Interaktion zwischen den Nutzern nicht so einen hohen Stellenwert hat wie bei Facebook oder G+ und Twitter.
    Auch die Aussage mit abverkaufsorientierten Kanal – ich denke da steht Youtube dem Fernsehen nicht nach. Da sollte dann schon eine Begründung kommen, warum Youtube nicht für den Verkauf fördernden Videos geeignet ist.

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