Eigene Community aufbauen: Chancen & Risiken für Unternehmen

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Eine eigene Community kann für Unternehmen ein starkes Instrument zur Kundenbindung sein und somit ein ausschlaggebendes Differenzierungsmerkmal im Online-Wettbewerb.

Business Community – Ja oder Nein

Ob die eigene Branche, das eigene Unternehmen sowie die eigenen Zielgruppen genug Potential für eine Community bieten, muss mit Hilfe von gründlichen Analysen ermittelt werden. Eine der großen Herausforderungen ist es, den Community-Mitgliedern einerseits ausreichend Entfaltungsspielraum zu erlauben und andererseits genügend Aktivität zu stimulieren. In Communities besteht jedoch auch die Gefahr einer Verselbständigung.

Motive für eine eigene Community

Die Ziele für eine eigene Community können je nach Branche und Unternehmen unterschiedlich sein. So spielt die Steigerung der Reputation eine große Rolle: Durch spezielle Inhalte und Fachwissen (z.B. FAQs, Beantworten Fragen etc.) kann eine Expertenstatus erlangt werden. Auch eine wirksame Imagepflege wird dadurch betrieben. Durch Crowdsourcing kann im gewissen Rahmen auch Qualitätssicherung gemacht werden, z.B. durch Feedbacks zu den eigenen Produkten. Weitere Ziele können auch Marketing (Bewerbung Produkte) oder auch Kundenbindung sein.

Kundenbindung und Kommunikation

Für die Teilnahme an einer Community wird zwingend ein Login der Nutzer vorausgesetzt. Folglich besteht hier durch die Mitgliedschaft den Websiten-Besucher zu binden, methodisch Vertrauen aufzubauen und ihn so zu einem treuen Kunden zu machen. Eine Unternehmens-Community bietet eine interaktive Austauschplattform „vor Ort“, auf der markentreue Fans, Follower und Konsumenten mit grundsätzlichem Interesse am Unternehmen vereint sind. Aus dieser Interaktion können zudem ungefilterte, hochwertige Informationen über die eigenen Zielgruppen gewonnen werden.

Beziehungen im Mittelpunkt

Die  zentralen Erfolgsfaktoren einer Brand Community sind: Die „Kunde-Kunde-Beziehungen“ innerhalb einer solchen Community, bei der der gegenseitige Austausch an Informationen zwischen den Mitgliedern im Fokus steht. Und die „Kunde-Community-Beziehung“, in der es um die aktive Einbeziehung der Nutzer in die Gemeinschaft geht, sowie die „Kunde-Marke-Beziehung“, welche die Beteiligung der Kunden an der Marke beschreibt.

Eine erfolgreiche Community braucht Mitglieder

Um eine jedoch eine Community erfolgreich auf die Beine zu stellen, muss zunächst die so genannte „kritische Masse“ an aktiven Mitgliedern erreicht werden – nur so kann die Community den Mitgliedern einen relevanten Nutzen vermitteln.

Bewerbung der Community

Durch Onsite-Marketing, Gewinnspiele und Kommunikation über Kanäle wie Kunden-Emails können die ersten User auf die Business Community aufmerksam gemacht werden. Auch die Teilnahme an den großen Social Communities wie Facebook, Google+, YouTube und Twitter sind sehr gute Möglichkeiten, um neue User für die eigene Community zu gewinnen.

Chancen einer Community

•    Authentische und glaubwürdige Interaktion zwischen den Konsumenten
•    „Kontrollierbare“ Austauschplattform für be- geisterte Kunden/Enthusiasten
•    Starke Kundenbindung und Loyalität –
•    Hochwertige Marktforschungsdaten

Risiken einer Community

•    Nicht-Erreichen der „kritischen Masse“
•    Verselbständigung der Community

 

Fazit

Der Aufbau einer unternehmenseigenen Community kann für Unternehmen ein sehr effektives Instrument zur emotionalen Kundenbindung sein, allerdings stellt die Erreichung der kritischen Massen als Grundvoraussetzung eine große Hürde dar. Auch die Moderation und Pflege einer Community, wenn eine große Anzahl an aktiven Mitgliedern erreicht ist, dürfen Verantwortliche nicht unterschätzen. Aber mit einer guten Vorbereitung, einer durchdachten Strategie kann eine erfolgreiche Community aufgebaut werden, die ein starkes Instrument zur Kundenbindung und Marketing sein kann.

Ein Kommentar

  1. So viele Portale und Communitys. Schwierig hier die Prioritäten zu setzen. Da bräuchte man ja nochmals 2 Mitarbeiter für den Online-Shop um das abzudecken. Danke für den tollen Artikel.

    Freundliche Grüße Arthur

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