Transaktionsmails als Marketing-Instrument

transaktions-emails-marketingWährend der Erfolg klassischer Werbemails und Newsletter oft unter den Erwartungen bleiben, steckt in den sogenannten Transaktionsmails ein großes und (oft)ungenutztes Marketingpotenzial. Sie erzielen unglaubliche Öffnungsquoten von bis zu 80 Prozent. Davon sind typische Werbemails weit entfernt. Durch die gezielte werbliche Nutzung von Transaktionsmails sind enorme Potentiale möglich.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Öffnungsrate bei eMails und Newslettern zu steigern. Zum Beispiel durch die Kundensegmentierung im Verteiler und Versand entsprechend personalisierter Angebote. Zur Segmentierung dienen beispielsweise das Geschlecht, das Alter, der Familienstand, das Einkommen, der Wohnort oder die Nationalität. Der Vorteil für das werbetreibende Unternehmen: eine Steigerung der Öffnungs- und Klick-raten um bis zu 50 Prozent. Noch mehr Erfolg versprechen allerdings Transaktionsmals, deren Öffnungsquote bei bis zu 80 Prozent liegt. Das ist gerade im B2C-Bereich eine mittels klassischer Newsletter und Werbemails kaum zu erreichende Marke.

Typische Transaktionsmails sind:

  • Registrierungs-, Anmelde- und Abmeldebestätigungen
  • Versand- und Lieferbenachrichtigungen
  • Rechnungen, Auftrags-, Reservierungs- und Bestellbestätigungen
  • Passwortanforderungen und -änderungen
  • Statusmeldungen und Community-Statusberichte
  • Abwesenheitshinweise und Autoresponder-Nachrichten auf Webseiten-Formularen
  • E-Mail-Benachrichtigungen über neue Meldungen in Communities und sozialen Netzwerken

Transaktionsmails für Werbezwecke nutzen

Bei Transaktionsmails handelt es sich um E-Mails, die das Backend-System eines Webangebots automatisch generiert. Klassisch sind das zum Beispiel Anmeldebestätigungen, Bestell- und Versandbenachrichtigungen oder Statusmeldungen. Diese Systemmails werden – im Gegensatz zu werblichen E-Mails und Newslettern – von den Empfängern erwartet, weil sie wichtige Informationen enthalten. Damit sind Transaktionsmails hervorragend geeignet, um über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Registriert sich beispielsweise ein Kunde bei einem Onlineshop, kann die Anmeldebestätigung zusätzlich auf Sonderangebote, Serviceleistungen oder Newsletter hinweisen. Bestellbestätigungen lassen sich nutzen, um Kunden auf ergänzendes Zubehör oder weitere Produkte aufmerksam zu machen. Wer etwa ein Smartphone bestellt hat, ist vielleicht auch an einer passenden Schutzhülle oder einer verlängerten Garantie interessiert. Transaktionsmails sind also hervorragend für Up- und Cross-Sellings geeignet!

Je nach Art der Systemmail sind unterschiedliche Hinweise passend: So sollte eine Systemmail, die ein Guthaben ausweist, nie ohne einen Hinweis auf aktuelle Sonderangebote rausgehen, während sich Passwortanfragen und Fehlermeldungen eignen, um für den guten Kundenservice zu werben.

Inhaltliche Gestaltung von Transaktionsmails

Nun sprechen die typischen Transaktionsmails, die häufig von einem Back-end-System wie etwa einer E-Commerce- oder ERP-Lösung im reinen Textformat versendet werden, den Kunden nur wenig an. So fehlen insbesondere die für Handlungsaufforderungen nötige Personalisierung, aber auch gestalterische Elemente. Soll die Wiedererkennung und das werbliche Potenzialgesteigert werden, ist außerdem eine Anpassung an das Layout der Website beziehungsweise des Onlineshops notwendig. Dabei gilt es, einen guten Kompromiss zu finden, denn der Informationscharakter der Transaktionsmail muss grundsätzlich gewahrt bleiben. Eine besonders individuelle und emotionale Art der Kundenansprache sind bildpersonalisierte Transaktionsmails. Einsatzbereiche sind etwa die Anmeldebestätigung durch die Begrüßung in Form personalisierter Willkommensmails oder bildpersonalisierter Danke-schön-Gutscheine für die Bereitstellung bestimmter Informationen.

Erfolg von Transaktionsmails unbedingt messen

Ein weiterer Nachteil der von typischen Backend- oder Shopsystemen verschickten Transaktionsmails besteht darin, dass sie den automatisierten Sendeprozess nicht nachverfolgen. Shop-Software und vergleichbare Drittsysteme sind in der Regel nicht für die Messung der Kunden-Response auf einfache Systemmails ausgelegt. Daher haben viele Unternehmen auch keinerlei Rückmeldung über die Zustell- oder Öffnungsraten ihrer Kundenbenachrichtigungen. Erst mithilfe von professionellen E-MaiI-Marketing-Systemen lassen sich jederzeit alle relevanten Kennzahlen wie Öffnungs- und Klickraten an einer zentralen Stelle abrufen. Solche Versandlösungen lassen sich in vielen Fällen in bereits bestehende Onlineshops, CRM-,ERP- oder CMS-Systeme integrieren. Die relevanten Datensätze werden zum Beispiel im CVS- oder XML-Format via Webservices an das E-Mail-Marketing-System übergeben, das anschließend den Versand der Transaktionsmails auslöst.

Zusätzliches Potenzial bei Transaktionsmails nutzen

Werblich genutzte Transaktionsmails bieten Unternehmen viel zusätzliches Marketingpotenzial. Mit ihrer Hilfe lassen sich Neukunden gewinnen, Cross-und Up-Selling realisieren sowie höhere Umsätze mit Bestandskunden erzielen. Voraussetzung hierfür ist, keine reinen Textmails zu versenden, sondern auf ein behutsames Branding zu setzen und wie bei anderen E-Mail-Gattungen für individuelle Inhalte zu sorgen.

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Ein Kommentar

  1. Hallo Erkan,

    an Transaktionsmails im Zusammenhang mit Marketing habe ich bisher noch nicht gedacht. Die hohe Öffnungsrate dieser Art von Mails sollte aber definitv genutzt werden. Hier gilt es natürlich wieder das richtige Maß zwischen Werbung und Information gefunden werden. Hast du bereits Erfahrungen mit empfehlenswerten E-Mail-Marketing-Systemen in diesem Bereich machen können?

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