So werden Produktvideos zum Erfolg

produktvideosDie Darstellung von Produkten auf Webseiten und in Onlineshops unterliegt wie alles dem Wandel der Zeit. Waren es vor ein paar Jahren noch hochauflösende Produktfotos, Fotogalerien und 360°- Fotos, geht der Trend heute ganz klar hin zum Bewegbild.

Möglich gemacht hat das unter anderem der technische Fortschritt bei der Videokomprimierung und die schnellen Internetleitungen. Damit die Webvideos aber beim Kunden ankommen und ihre Wirkung nicht verfehlen, müssen einige Tipps beachtet werden.

Das Format
Das Format, also die Form der Darstellung, muss für jeden Kunden individuell gewählt werden, denn jedes Unternehmen präsentiert sich unterschiedlich, möchte ein anderes Image von sich verbreiten. Welche Präsentationsform wird gewählt? Wer soll in dem Video das Produkt präsentieren: Experten, Testpersonen oder „der Nachbar von nebenan“? Was ist die Zielgruppe? Welche Informationen und Emotionen sollen vermittelt werden? Was soll beschrieben und wie soll es gezeigt werden? Das sind grundlegende Fragen, die vor jedem Dreh individuell geklärt werden müssen.

Gute Drehplanung
Steht das Konzept des Clips, muss alles zum Drehtag bis ins kleinste Detail vorbereitet sein. Am besten macht man sich eine kurze Checkliste, auf der alle relevanten Punkte wie unter anderem Requisiten, Darsteller, Technik etc. aufgeführt sind.

Das Licht
Auch auf die richtige Ausleuchtung kommt es an. Das Produkt muss im Zentrum stehen, es darf keine Spiegelungen oder Schatten geben, die den User von dem Produkt ablenken könnten. Auch eventuelle Farben des Produktes müssen gut zur Geltung kommen.

Der Ton
Der Ton macht die Musik. 60-70 Prozent der Qualität nimmt der Betrachter über den Ton wahr. Man erinnere sich nur an die alten Stummfilme. Ein kleiner Insidertipp ist, bei der Aufnahme etwas mehr Bass als bei regulären Filmaufnahmen zu verwenden, da beim Anschauen der Clips meist blecherne PC-Lautsprecher genutzt werden.

Das Bild
Was wird gefilmt? Welcher Hintergrund soll zu sehen sein? In welcher Umgebung soll gedreht werden – klinische Laborsituation oder gemütliches Gartenstudio? Was für Detailansichten sind geplant? Soll ausschließlich das Produkt zu sehen sein und die Moderation übernimmt ein Sprecher oder soll ein Moderator mit auf das Bild?

Der Text
Der Text soll informativ sein, die Aufmerksamkeit des Zuschauers fesseln und letzten Endes zur Kaufaktion auffordern. Als Faustregel gilt: Für einen 45-Sekunden-Clip darf der Moderationstext nicht länger als 122 Worte sein.

Der Sprecher
Darsteller Der/die Sprecher (Moderatoren) müssen ebenfalls passend zum Produkt und zur Zielgruppe ausgewählt werden. Die Stimme des Moderators/Sprechers/Darstellers muss ebenso zu dem Produkt passen wie das äußere Erscheinungsbild. Denn der Moderator wird in diesem Moment zum Repräsentator des Unternehmens, er gibt der Marke oder der Firma sozusagen ein Gesicht und trägt damit auch zum Image des Unternehmens bei.

Die Einblendungen
Das sind teils animierte, teils grafische oder auch textliche Einblendungen, die nicht gesprochene Elemente vermitteln. Da die Videos sehr kurz sind, kann man dem Kunden so wichtige Zusatzinformationen, wie zum Beispiel Maßangaben oder Farbvarianten eines Produktes, vermitteln. Der potenzielle Käufer wird nicht mehr nur visuell, sondern auch akustisch penetriert.

Die Länge
Produktvideos sollten zwischen 30 und 90 Sekunden lang sein, auf keinen Fall länger. Der User möchte kurz und bündig über das Produkt informiert werden, sonst bricht er das Video ab. In der Kürze alle relevanten Informationen zu bringen, ist daher die Kunst eines guten Videos.

Die Musik
Musik unterstreicht und hebt Emotionen hervor oder produziert einen Spannungsbogen und ist daher ein gern gewähltes Element für Produktvideos. Aber es gilt zu beachten, dass eine Veröffentlichung im Internet unter die Richtlinien der GEMA fällt. Musik kann daher nicht einfach kostenlos verwendet werden.

Wenn diese Grundregeln beachtet werden, hat man schon einiges richtig gemacht. Das tatsächliche Ergebnis ist natürlich von verschiedenen Gegebenheiten wie z.B. Budget abhängig. Auch das Briefing und die Agenturauswahl sind sehr wichtig für die Qualität der Videos.

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